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Fernweh

5 Tage London.... nicht arbeiten... neues sehen... Spaß haben. Doch was bleibt? Nichts! Ich dachte, nach der Woche wird es mir besser gehen. Doch kaum bin ich zu hause, kommt wieder das alte Gefühl hoch. Ich will weiter weg, länger weg. Weg von hier, und vor allem weg von mir selber. Ich bin nicht unzufrieden mit mir, nur nicht zufrieden genug. Denn ich könnte alles besser machen, hätte mehr geben sollen. Mein Perfektionismus steht mir im Weg. So auch auf Arbeit. Ich habe Angst hin zu gehen. Jeden Tag aufs neue. Meine Kollegen sind nett, Ärzte auch. Die Arbeit ist in Ordnung. Wenn ich ganz normal von meiner Arbeit erzähle, kommt keiner auf die Idee, dass ich davor Angst haben muss. Doch die Angst ist nicht die vor der Arbeit selber, denn jeder kann diese Arbeit verrichten. Mein Problem ist die Angst von meinen Kollegen abgelehnt zu werden. Nicht gemocht zu werden. Sobald ich was falsch mache, denke ich stempeln die mich als dumm ab und lehnen mich auch als Person ab. Das zweite Problem ist, dass ich zwar gemocht und akzeptiert werden will, ich aber nicht mit Nähe umgehen kann. Auf dauer mit meinen vielen Kollegen zu Arbeiten, lässt mich Wahnsinnig werden. Das ist zu viel Nähe! Zu viele mit denen ich mich vergleichen kann, und immer wieder feststelle, dass alle etwas besonderes sind, nur ich nicht. Und wieso sollte man so eine Person mögen oder wertschätzen?Das sind vielleicht 30% von dem was gerade in meinem Kopf vor sich geht. Mir ist schlecht. Aber wem wird es bei diesem Chaos nicht komisch?!
10.4.16 23:25


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Ein Morgen wie jeder andere.... das beklemmende Gefühl ist immer noch da. So unruhig wie ich gestern einschlief, wachte ich heute morgen auf. Es steht nichts besonderes an. Ich erwarte kein besonderes Ereignis. Es ist Standard. Tag für Tag, Woche für Woche. Immer das gleiche Gefühl. Mal stärker, mal schwächer, aber immer da. Auf dauer kaum auszuhalten. Als lebte ich mit der ständigen Erwartung, dass etwas passieren könnte. Ich kann nicht entspannen. Jetzt ist es besonders schlimm. Ein Gefühlschaos in mir drin. Ich sollte doch glücklich sein, ein Sonnenschein, wie mich meine Familie immer nannte. Ich habe doch alles was ich brauche. Ich hab Arbeit, ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, gute Freunde. Doch stattdessen umgibt mich diese schwarze Wolke, tiefe Traurigkeit. Kein lächeln traut sich über meine Lippen. Ich habe einfach das Bedürfnis einzuschlafen und in einer Welt aufzuwachen, die mich voll erfüllt. Doch leider gibt es diese Welt nicht auf dieser Erde. Ich frage mich wie lange ich noch mit dieser Sehnsucht auf diese neue Welt leben muss. Denn gerade für mich, die Perfektionistin, die alles im Blick und unter Kontrolle haben muss, ist es besonders schwer. Denn ich warte auf etwas, dass ich nicht im geringsten beeinflussen kann. Und diese Ungewissheit macht mich fertig.
27.3.16 12:31





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